
SSD Utility Suite™
Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis
Solid
State Doctor™ ist eine
Software-Suite, die entwickelt wurde, um durch eine Reihe von
„Tools” zur Überwachung, Aufrechterhaltung und Verbesserung
der Leistung von SSDs (Solid State Drives) die Benutzerfreundlichkeit für
Kunden zu erhöhen, die SSD-Produkte verwenden. Die Tools bieten Funktionen wie die
Anzeige von Laufwerksinformationen, eine S.M.A.R.T.-Statusanzeige und -überwachung,
Überprovisionierung, Leistungsoptimierung (TRIM), Firmware-Aktualisierung,
das Klonen von Datenträgern und die sichere Datenlöschung.
·
Tool
„Laufwerksinformationen” –
Über dieses Tool werden Ihnen die grundlegenden Informationen zu jedem
Laufwerk in Ihrem System angezeigt. Die angezeigten Informationen umfassen u.
a. die Modellnummer, die Seriennummer, die Firmware-Version, die Portnummer,
die Laufwerksgröße, die ATA-Version, unterstützte Funktionen,
die Laufwerkstemperatur sowie die Lebensdauernutzung. Das Tool
„Laufwerksinformationen” ist für alle Laufwerke im System
aktiviert.
·
Tool
„Überprovisionierung” – Mithilfe des
Überprovisionierungs-Tools können Benutzer die Größe eines
bestehenden Datenträgers verringern und einen Teil des freien
Speicherplatzes auf der SSD-Festplatte unter bestimmten Vorgaben für die
Nutzung durch den SSD-Controller reservieren. Durch diesen überprovisionierten
Speicherplatz, der auf der Festplatte erstellt wird, wird eine optimierte Steuerung und
Aufrechterhaltung der Leistung und Lebensdauer der SSD-Festplatte durch den
Controller ermöglicht.
·
Tool
„S.M.A.R.T.-Status” – Das S.M.A.R.T.-Info-Tool zeigt Ihnen den aktuellen S.M.A.R.T.-Status
(Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) des Laufwerks im
Allgemeinen sowie den Status einzelner Attribute des Laufwerks an. Das Tool
„S.M.A.R.T.-Status”
ist für alle Laufwerke im System aktiviert.
o Es können
die im Laufwerkscontroller integrierten Schnell-Selbsttests und
vollständigen Diagnose-Selbsttests ausgeführt werden.
o Über die S.M.A.R.T.-Abfragefunktion
können Benutzer festlegen, ob Meldungen per E-Mail versendet werden
sollen, falls eine oder mehrere der einzelnen S.M.A.R.T.-Attribute den
jeweiligen Grenzwert überschritten haben und dies auf eine Fehlfunktion
des SSD-Laufwerks hindeutet.
·
Tool
„Laufwerk klonen” – Mithilfe des Tools „Laufwerk
klonen” werden die Inhalte des ausgewählten Quelllaufwerks auf das ausgewählte
Ziellaufwerk kopiert. Das Klonen-Tool
wird nur dann aktiviert, wenn eine SSD im System erkannt und als Quell- oder
Ziellaufwerk für den Klonvorgang ausgewählt wird. Die Klonfunktion unterstützt die
Vergrößerung und Verkleinerung von auf das Ziellaufwerk zu klonenden
Partitionen, wodurch Ihnen möglich ist, ein Laufwerk mit größerer
Kapazität auf ein Laufwerk mit kleinerer Kapazität zu kopieren und
umgekehrt.
·
Tool
“Optimierung (TRIM)” – Das
Tool „Laufwerk optimieren” informiert die SSD, welche Blöcke
nicht mehr verwendet werden, wie z. B. nach dem Löschen von Dateien. Der regelmäßige Einsatz des TRIM-Befehls
trägt zur Aufrechterhaltung einer maximalen SSD-Leistung bei. Die TRIM-Optimierung kann sowohl manuell
als auch in festgelegten Abständen automatisch durchgeführt werden.
·
Tool
„Sicheres Löschen” – Mithilfe
des Tools „Sicheres Löschen” ist es Benutzern möglich,
sämtliche Inhalte des Laufwerks zu löschen. Über diese Funktion
wird das Laufwerk auf seinen ursprünglichen unformatierten Zustand ohne
Dateisystem zurückgesetzt. Die Daten auf dem
Laufwerk können nach der Ausführung eines sicheren Löschvorgangs
nicht wiederhergestellt werden. Aus Sicherheitsgründen ist es dem Benutzer
nicht möglich, das Tool „Sicheres Löschen“ zum
Löschen der Inhalte auf dem Boot-Laufwerk zu verwenden.
·
Solid State
Doctor™ läuft unter Windows® XP SP3, Windows® Vista, Windows® 7, Windows® 8 und Server 2008 in den 32-
und 64-Bit-Versionen und mit allen veröffentlichten Service Packs auf
sämtlichen Microsoft®-Dateisystemen. Unterstützt SSD-Laufwerke, die mit
TRIM-fähigen Speichertreibern an Hostcontrollern für den IDE- als
auch den AHCI-Modus unter Systemen betrieben werden, die auf Intel-, AMD- und
nVidia-Chipsätzen basieren, sowie SSDs, die über USB-Anschlüsse
mithilfe von SAT-fähigen Kabeln und Gehäusen angeschlossen sind.
·
Anm. 1: Einige nVidia-Speichertreiber leiten
ATA-Befehle nicht korrekt an das SSD-Laufwerk weiter, wodurch manche Funktionen
von Solid State Doctor™ beeinträchtigt werden können. Überprüfen Sie, ob Ihr SSD-Laufwerk
im „Gerätemanager” als ATA/SATA-Gerät aufgeführt
wird – in einigen Fällen wird Ihr SATA-Laufwerk aufgrund von
inkompatiblen Speichertreibern im „Gerätemanager” u. U. als
SCSI-Gerät angezeigt. Falls
diese Probleme bei Ihnen auftreten, müssen Sie gegebenenfalls die
Speichertreiber auf die Microsoft-Standardtreiber zurücksetzen oder sich
an den Hersteller des Chipsatzes wenden, um aktualisierte Treiber zu erhalten.
Die Software wird mithilfe eines von
Windows® unterstützten Standard-Installationsprogramms auf dem System
installiert. Die Software muss von einem Konto mit vollen Administratorrechten
installiert und ausgeführt werden.
Sollten Ihrem Konto keine entsprechenden Berechtigungen zugeordnet sein,
wenden Sie sich bitte an Ihren Systemadministrator, damit Ihnen
Administratorrechte gewährt werden.
Sie müssen zumindest über lokale Administratorrechte auf dem
Computer verfügen. Dieses Dienstprogramm läuft nur auf lokalen
SSD-Laufwerken. Unter Windows®
Vista und höheren Systemen wird Ihnen gegebenenfalls eine Fehlermeldung
angezeigt, dass eine Berechtigungserweiterung für das Programm
erforderlich ist, wenn Ihrem Konto keine vollen Administratorrechte zugewiesen
sind. Sie können diese Fehlermeldung in diesem Fall einfach ignorieren und
die Software über das Startmenü durch Rechtsklick auf das Programmsymbol
und Auswahl der Option „Als Administrator ausführen” starten.
Beim
Start von Solid State Doctor™ wird Ihnen eine Liste der
verfügbaren Laufwerke angezeigt. Wählen Sie zunächst das
Laufwerk aus, auf dem Sie arbeiten möchten, und daraufhin das Tool, das
Sie verwenden wollen, bzw. den Test, der ausgeführt werden soll.

Das Tool „Laufwerksinformationen” stellt
Ihnen allgemeine Informationen zum ausgewählten Laufwerk zur Verfügung. Diese Informationen umfassen u. a. die
folgenden Angaben:
·
Modellnummer
·
Seriennummer
·
Firmware-Version
·
Portnummer
·
Laufwerksgröße
·
ATA-Version
·
Unterstützte Funktionen
·
SSD-Temperatur
·
Lebensdauernutzung
Tool „Überprovisionierung”

Mithilfe des Überprovisionierungs-Tools
können Benutzer die Größe eines bestehenden Datenträgers
verringern und einen Teil des freien Speicherplatzes auf der SSD-Festplatte
unter bestimmten Vorgaben für die Nutzung durch den SSD-Controller
reservieren. Durch diesen
überprovisionierten Speicherplatz, der auf der Festplatte erstellt
wird, wird eine optimierte
Steuerung und Aufrechterhaltung der Leistung und Lebensdauer der SSD-Festplatte
durch den Controller ermöglicht.
S.M.A.R.T.-Status
Aktueller
Status
Meldungen
konfigurieren (Abfrage)

Das S.M.A.R.T.-Info-Tool zeigt Ihnen den aktuellen
S.M.A.R.T.-Status des Laufwerks im Allgemeinen sowie den Status einzelner
Attribute des Laufwerks an.
Über die S.M.A.R.T.-Abfragefunktion können Benutzer festlegen,
ob Meldungen per E-Mail versendet werden sollen, falls eine oder mehrere der
einzelnen S.M.A.R.T.-Attribute den jeweiligen Grenzwert überschritten haben
und dies auf eine Fehlfunktion des SSD-Laufwerks hindeutet. Solid State Doctor fragt alle 60 Minuten
sämtliche Änderungen der Attribute des/der Laufwerks/Laufwerke ab und
gibt eine Meldung aus, wenn Attribute außerhalb des normalen Bereichs
liegen.
Schnelldiagnose-Selbsttest
Vollständiger
Diagnose-Selbsttest

Beim Schnelldiagnose-Test erfolgt ein grundlegender
SMART-Test. Im Rahmen dieses Tests wird der integrierte herstellerspezifische
„Kurztest” ausgeführt und im Anschluss der SMART-Status des
Laufwerks auf der Grundlage dieses Schnelltests zurückgemeldet. Dieser
Test bietet relative hohe Gewissheit darüber, ob das Laufwerk sich in
einem funktionsfähigen Zustand befindet. Zur gründlicheren
Überprüfung des Laufwerks sollte der vollständige Diagnose-Test
ausgeführt werden.
Beim vollständigen Diagnose-Test erfolgt ein
detaillierter SMART-Test. Im Rahmen dieses Tests wird der integrierte
herstellerspezifische „Intensivtest” ausgeführt und im
Anschluss der SMART-Status des Laufwerks auf der Grundlage dieses Intensivtests
zurückgemeldet. Durch diesen Test lässt sich mit ausgesprochen hoher
Gewissheit darauf schließen, ob das Laufwerk funktionsfähig ist.

Mithilfe des Tools „Laufwerk
klonen” werden die Inhalte des ausgewählten Quelllaufwerks auf das ausgewählte
Ziellaufwerk kopiert. Das
Klonen-Tool wird nur dann aktiviert, wenn eine SSD im System erkannt und als
Quell- oder Ziellaufwerk für den Klonvorgang ausgewählt wird. Die Klonfunktion unterstützt die
Vergrößerung und Verkleinerung von auf das Ziellaufwerk zu klonenden
Partitionen, wodurch Ihnen möglich ist, ein Laufwerk mit
größerer Kapazität auf ein Laufwerk mit kleinerer
Kapazität zu kopieren und umgekehrt.
Ändern Sie hierzu einfach die Partitionsgröße
entsprechend der verfügbaren Festplattenkapazität.
1.
Wählen Sie das Quelllaufwerk (d. h. das
bestehende Systemlaufwerk) aus, das Sie klonen möchten.
2.
Wählen Sie dann das Ziellaufwerk aus, auf
das das Quelllaufwerk kopiert wird.
Das Ziellaufwerk sollte unformatiert (neu/unbenutzt) sein und es sollten
kein Dateisystem oder Partitionen auf dem Laufwerk vorhanden sein. Nehmen Sie unter Berücksichtigung
der verfügbaren Kapazität alle erforderlichen Anpassungen in Bezug
auf die Größe der auf das Ziellaufwerk zu klonenden Partition(en)
vor und wählen Sie dann „Starten”.
3.
Nach Beendigung des Klonvorgangs das System
zunächst herunterfahren, anschließend das alte Systemlaufwerk
trennen (Quelle) und daraufhin das neue Systemlaufwerk (Ziel) mit demselben
SATA-Anschluss verbinden, an dem auch das alte Laufwerk angeschlossen war.
Beim erstmaligen Booten vom neuen Laufwerk
meldet Windows gegebenenfalls, dass es nicht ordnungsgemäß
beendet wurde – dies ist normal und es besteht kein Anlass zur
Beunruhigung. Falls Sie diese
Meldung erhalten sollten, wählen Sie bitte die Option „Windows
normal starten”.
Tool „Optimierung“ (TRIM)
Manuelle
Optimierung
Geplante
Optimierung

Das Tool „Laufwerk optimieren” informiert
die SSD, welche Blöcke nicht mehr verwendet werden, wie z. B. nach dem
Löschen von Dateien. Normalerweise werden bei Vorgängen wie dem
Löschen lediglich die betreffenden Datenblöcke lediglich als
ungenutzt markiert. Durch Weitergabe dieser Information an den SSD-Controller
werden diese Blöcke gelöscht. Dies steigert wiederum die
Schreibgeschwindigkeit der SSD.
Zur regelmäßigen automatischen
Durchführung der TRIM-Optimierung markieren Sie das Kästchen neben
„Geplante TRIM-Optimierung” und legen die Häufigkeit und die
Zeit für die Ausführung des TRIM-Prozesses fest. Das System optimiert Ihr(e)
SSD-Laufwerk(e) daraufhin automatisch basierend auf den von Ihnen vorgenommenen
Einstellungen. Sobald die
Einstellungen festgelegt wurden, muss Solid State Doctor™ nicht
ausgeführt werden, um den automatischen Vorgang zu starten.
Deaktiviert
für Systemlaufwerke
Bestätigungsdialog
auf Nicht-Systemlaufwerken

Mithilfe des Tools „Sicheres Löschen”
werden sämtliche Inhalte des Laufwerks vollständig und unwiderruflich
gelöscht, einschließlich Partitionen und Dateisysteme, und das
Laufwerk auf seinen unformatierten Zustand zurückgesetzt. Alle Daten, die sich zuvor auf dem
SSD-Laufwerk befunden haben, können nach Abschluss dieses Prozesses nicht
mehr wiederhergestellt werden.
ANMERKUNG:
Die Löschfunktion ist aus Sicherheitsgründen für
Systemlaufwerke deaktiviert.
Darüber hinaus wird Ihnen bei
Nicht-Systemlaufwerken ein Warndialog angezeigt, um sicherzustellen, dass Sie
die Inhalte des ausgewählten Laufwerks unwiderruflich löschen
möchten. Diese Warnmeldung
bietet Ihnen die letzte Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen/zu beenden.
BITTE
BEACHTEN SIE, DASS DIE DATEN NACH AUSFÜHRUNG DIESER FUNKTION NICHT
WIEDERHERGESTELLT WERDEN KÖNNEN. VERGEWISSERN SIE SICH DAHER VOR DER
VERWENDUNG DES TOOLS, DASS SIE SICH IM KLAREN DARÜBER SIND, WELCHE DATEN
GELÖSCHT WERDEN.